Herzlich willkommen bei den Dalmatinern von der Rheinlandaue!
Schon als junges Mädchen war ich fasziniert von der Rasse Dalmatiner und da war für mich klar, wenn ich einen Hund bekomme, dann einen Dalmatiner. Diesen Wunsch erfüllte ich mir jedoch erst später.
Ich lebe mit meinem Mann zusammen in einem Einfamilienhaus in Voerde Friedrichsfeld am schönen Niederrhein. Wir wohnen recht ländlich in der Nähe Wälder, der Wesel-Datteln-Kanal, die Lippe und der Rhein mit seinen schönen Auen.
Unsere drei erwachsenen Kinder, Nadine, Vanessa und Phillip, wohnen mittlerweile mit eigenen Kindern, Lya, Len und Lotta, in unserer nahen Umgebung. Zudem kümmern wir uns noch um zwei 13- und 14-jährige Kinder, Sean und Amelie, die natürlich noch zu Hause wohnen. Bei unserer ältesten Tochter wohnt auch noch Chilli, ein schwarzer Labradorrüde. Hier in unserem Haus ist immer viel los und die Familie kommt gerne zusammen. Die Hunde sind da immer mittendrin und sind auch bei jedem Urlaub dabei.
Wir leben in einem großen Haus mit Garten, mit dem Wesel-Datteln Kanal vor der Tür. Die Welpen werden von uns inmitten der Familie liebevoll aufgezogen und begleitet. Da hier immer viel los ist, werden Sie einiges kennenlernen können. Auch unseren Labrador Chilli werden die Kleinen dann kennenlernen. Mittlerweile haben wir alles vorbereitet und die Zuchtstätte ist offiziell abgenommen worden. Es sind also alle Weichen gestellt und wir können es kaum erwarten. Aktuell besuche ich einige „Züchterseminare“, um bestens auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet zu sein. Auch stehe ich im engen Kontakt zu erfahrenen Züchterinnen, die mir stets mit Rat und Tat zu Seite stehen. Bereits in diesem Jahr konnte Fiete erfolgreich decken. Zusammen mit Ella vom Isfeld erblickten bei dem G-Wurf zwölf wunderschöne, schwarze und braune, gesunde Welpen das Licht der Welt.





Es war einmal ein Hund, dessen Fell aussah, als hätte der Himmel selbst mit Tinte gespielt. Schwarze oder braune Punkte auf schneeweißem Grund – so unverkennbar, dass man ihn schon aus der Ferne erkennt.
Sein Name: Dalmatiner.
Seine Geschichte: so alt und rätselhaft wie die Küsten, von denen man sagt, er stamme.
Niemand weiß genau, wo der Dalmatiner geboren wurde. Manche sagen, er entstieg den weißen Klippen Dalmatiens, wo die Wellen der Adria ans Land schlagen. Andere glauben, seine Wurzeln reichten bis ins alte Ägypten, wo gefleckte Hunde bereits auf den Wänden der Pharaonengräber Wache hielten.
Vielleicht war er ein Wanderer, ein Begleiter von Händlern, die ihre Karawanen über Meere und Gebirge führten. Vielleicht gehörte er Mönchen, die ihn in südlichen Klöstern als Jagdhund hielten.
Was sicher ist: Schon früh faszinierte er die Menschen mit seinem Fell wie ein lebendiges Kunstwerk – und mit seinem stolzen, eleganten Gang.
Im England des 18. Jahrhunderts fand der Dalmatiner seine Bühne. Während elegante Herrschaften mit ihren Pferdekutschen durch London rollten, lief er an ihrer Seite – treu, wachsam und stolz. Man nannte ihn den „Carriage Dog“, den Kutschenhund.
Er beschützte Pferde vor streunenden Hunden, hielt Diebe fern und lief selbst nach langen Reisen unermüdlich weiter, als hätte er nie Müdigkeit gekannt.
Doch er war mehr als nur Wächter: Er war Zierde und Symbol – ein Zeichen von Anmut und Adel. Wo ein Dalmatiner neben der Kutsche lief, da wusste man: Hier fährt jemand mit Stil.
Als Pferde die ersten Feuerwagen zogen, lief der Dalmatiner voran – sein weißes Fell leuchtete im Rauch, seine schwarzen Punkte flackerten im Licht der Flammen.
Er räumte den Weg frei, beruhigte die Pferde, führte sie sicher zum Brandort.
In Amerika wurde er zum Symbol der Feuerwehr – mutig, loyal, ein Freund in Gefahr. Noch heute ziert sein Bild die Tore vieler Feuerwachen: eine Erinnerung an jene Zeit, als Hunde und Menschen Seite an Seite gegen das Feuer kämpften.
Mit der Zeit verschwanden die Pferdekutschen – doch der Dalmatiner blieb. Er folgte seinen Menschen in ihre Häuser, in Parks und auf Landgüter.
Sein Bewegungsdrang, seine Intelligenz und sein freundliches Wesen machten ihn zum beliebten Familienhund – vorausgesetzt, man konnte seinem unerschöpflichen Energielevel gerecht werden.
Denn ein Dalmatiner will laufen, denken, leben. Er ist kein Hund für Langeweile – er braucht Abenteuer, Bewegung, Nähe.
Ohne das verkümmert sein fröhliches Herz.
1961 eroberte er die Leinwand.
Disney schenkte der Welt „101 Dalmatiner“, und plötzlich wollte jeder so einen gefleckten Freund.
Doch mit dem Ruhm kam die Hast: Viele kauften Dalmatiner, ohne zu wissen, wie lebhaft, sensibel und fordernd diese Hunde sind. So mancher landete in Tierheimen – ein trauriges Kapitel in der Geschichte eines Hundes, der eigentlich nur Liebe und Bewegung braucht.
Zum Glück fanden viele neue Besitzer, die verstanden, was in ihm steckt: ein kluger, treuer Begleiter mit dem Herzen eines Läufers und der Seele eines Künstlers.
Dalmatinerwelpen werden reinweiß geboren – wie unbeschriebene Seiten. Erst nach Tagen sprenkelt das Leben selbst sie mit Punkten, die nie zwei Mal gleich sind. Jeder Dalmatiner ist einzigartig.
Doch das schöne Fell birgt auch Eigenheiten: Einige hören nicht auf beiden Ohren, manche reagieren empfindlich auf purinreiche Nahrung.
Wer einen Dalmatiner liebt, weiß: Er ist kein einfacher Hund – aber ein ehrlicher. Er fordert Aufmerksamkeit, gibt dafür unendliche Treue.
In seiner Brust schlägt ein Herz aus Bewegung.
Er liebt das Laufen, das Spielen, das Dabeisein.
Er ist klug, manchmal eigensinnig, immer voller Leben.
Er versteht Blicke, Stimmungen, Gesten. Er liest seine Menschen, als wären sie ein offenes Buch. Und wenn er sich an jemanden bindet, dann mit ganzer Seele.
Doch wehe dem, der ihn allein lässt – ein Dalmatiner will dazugehören, nicht abgestellt sein.
Er ist kein Schmuckstück, sondern ein Kamerad, ein Partner, ein Freund fürs Leben.
Heute läuft der Dalmatiner nicht mehr vor Kutschen, sondern neben Fahrrädern, Joggern, Pferden.
Er tanzt durch Agility-Parcours, begleitet Wanderer, spielt mit Kindern.
Überall, wo Bewegung, Freude und Herzenswärme sind – dort fühlt er sich zuhause.
Er ist ein Hund, der die Geschichte der Menschen begleitet hat – von Tempeln über Kutschen bis ins moderne Wohnzimmer.
Und wenn man ihm in die Augen sieht, braun oder bernsteinfarben, dann erkennt man darin etwas Zeitloses:
Die Treue, die Freiheit und den Stolz eines echten Gefährten.
Der Dalmatiner ist kein Hund für jeden – aber für jene, die ihn verstehen, ist er alles:
Läufer, Wächter, Clown, Freund und Herz aus Punkten.
Wie seine Flecken ist auch seine Geschichte einzigartig:
Ein Muster aus Mut, Schönheit und bedingungsloser Liebe.